Gleichzeitig zur Eröffnung der Colossos Holzachterbahn im Heide-Park, konnte der Holiday Park mit Expedition GeForce die bis dato höchste Achterbahn Europas aufweisen und so 1 Jahr bevor der Silver Star aus Rust seine Premiere feierte für Furore sorgen.
Die Achterbahn die in Zusammenarbeit mit der Schweizer Achterbahnschmiede Intamin AG und dem Ingenieurbüro Stengel gebaut wurde, wartet zudem mit einigen technischen Raffinessen auf. So wurde z.B. dasselbe Liftsystem benutzt wie bei der Millenium Force Achterbahn aus dem amerikanischen Cedar Point. Bei diesem Kabellift wird der Zug nicht mehr von einer Kette hochgezogen sondern von einem Stahlseil, welches zusammen mit einem Schlepper den Zug hochzieht. Die Wirbelstrombremsen sorgen für eine sanfte und vor allem sichere Bremsung des Zuges. Dabei kommt das Prinzip der magnetischen Induktion zum Tragen. Je höher die Geschwindigkeit des Zuges, desto höher ist auch die Bremskraft, beruhend auf magnetische Abstossung. Auch die Sicherheit kommt also nicht zu kurz.
Spaß pur!
Doch abseits dieser technischen Finessen bedeutet eine Fahrt mit dem Koloss aus der Pfalz vor allem eines: Purer Airtime-Spaß! Kaum eine andere Achterbahn in Deutschland sorgt für so viel Nervenkitzel wie eine Fahrt mit Expedition GeForce und der Name ist hier durchaus wörtlich zu nehmen, denn die durchweg hohen Beschleunigungskräfte sind auch für den menschlichen Körper deutlich spürbar. Weltweit einmalig ist auch der Beginn der Fahrt: Nachdem Kabellift rast der Zug mit 82° Gefälle und gleichzeitiger Drehung um die Längsachse von 74° in die Tiefe. Wenn man in der ersten Reihe des Achterbahnwagens sitzt, meint man ohne jedwede Führung in die Tiefe zu stürzen, bevor der Wagen nach rechts abdreht und in die Tiefe saust.
Ein Jahr später folgte dann eine Junior-Version in Walibi Holland (damals noch Six Flags Holland), die auf den Namen Goliath hört und auch die gewohnten Fahreigenschaften mitbringt, wenn auch auf einem anderen (Höhen-)Niveau.